Das 37. Musikfest Bremen beginnt am 15. August

Hochkarätiger Musikgenuss

Exquisite Konzerterlebnisse verspricht das 37. Musikfest Bremen, das vom 15. August bis zum 4. September mit über 45 Veranstaltungen in Bremen, Bremerhaven und an ausgewählten Spielstätten im Nordwesten. Renommierte Stars und herausragende Talente bieten mit Leidenschaft und Finesse neue Perspektiven auf populäre Meisterwerke ebenso wie auf musikalische Raritäten.

Bereits zum 25. Mal startet das Festival mit dem Eröffnungsabend „Eine große Nachtmusik“, der als musikalisch-visuelles Gesamtkunstwerk rund um den Marktplatz für die passende Einstimmung sorgt. Für die 18 Konzerte in drei Zeitschienen und neun Spielstätten, deren Spektrum von opulenter Sinfonik über engelsgleichen Gesang bis zu groovigen Jazz-Rhythmen reicht, kündigen sich Künstlerinnen und Künstler wie z.B. das hr-Sinfonieorchester und Alain Altinoglu mit Solist Fazıl Say (Klavier), das Ensemble Matheus und Jean-Christophe Spinosi, die Boston Early Music Festival Vocal & Chamber Ensembles, die klassische Band SPARK, das Robinson Khoury Trio oder die Roberto Fonseca Group an.

Nicht weniger hochkarätig ist das Angebot in den folgenden drei Festivalwochen. Das Quatuor Ebène bietet mit seinem Beethoven-Zyklus die seltene Gelegenheit, an sechs Abenden in der Glocke alle 16 Streichquartette des Komponisten zu erleben. Weitere Höhepunkte versprechen Auftritte von Tenor Rolando Villazón und L’Arpeggiata auf den Spuren des Orpheus-Mythos, von Dirigent Teodor Currentzis und Utopia Choir & Orchestra mit dem Deutschen Requiem von Brahms am Uraufführungsort, dem Bremer St. Petri Dom. Sir John Eliot Gardiner gastiert erstmals mit The Constellation Choir & Orchestra und kombiniert Johannes Brahms‘ „Schicksalslied“ op. 54 für gemischten Chor und Orchester mit Mendelssohn Bartholdys Sinfonie Nr. 2 B-Dur op. 52 „Lobgesang“. Georg Nigl, Nicholas Ofczarek und Vladimir Jurowski gestalten ein musikalisch-literarisches Programm rund um Karl Kraus‘ „Die letzten Tage der Menschheit“.

Zu den eingeladenen Gesangsstars zählen auch die Sopranistinnen Julia Lezhneva (mit Il Giardino Armonico) und Nicole Chevalier (mit den Bremer Philharmonikern), Countertenor Jakub Józef Orliński (mit Il Pomo d’Oro) und Jazz-Sänger Kurt Elling (mit der hr-Bigband).

Ihre Musikfest-Debüts geben Pianist Bruce Liu, Geigerin María Dueñas, Tenor Benjamin Bernheim und Organistin Anna Lapwood. Das Schlusskonzert gestalten das Freiburger Barockorchester und Geigerin Isabelle Faust mit Sir Simon Rattle am Pult.

Neben dem Arp-Schnitger-Festival im Orgelparadies rund um Bremen gastiert das Musikfest mit weiteren Konzerten im Nordwesten, so etwa in Cloppenburg, Cuxhaven, Jever, Lilienthal, Lindern, Meppen, Oldenburg, Papenburg, Verden und Worpswede.

FRÜHBUCHER-RABATT: 15% auf alle Tickets bis 10. Mai 2026

TICKTS: Tel. 0421 / 33 66 99, Mo-Fr 12-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr) sowie unter www.musikfest-bremen.de und www.nordwest-ticket.de

Bridges to Freedom: „Bitte mehr davon!“

„Bitte mehr davon!“ So endet der Artikel der Rezensentin im Hamburger Abendblatt über das Konzert von Florian Heinisch am 4. Juni in der Elbphilharmonie. Sein kontrastreiches Programm „Bridges to Freedom“ mit Werken von Gershwin, Copland, Ives, Bartók, Joplin, Schönberg u.a. aus Anlass des 250. Jahrestags der Unabhängigkeit Amerikas machte die Widersprüche und Reibungen der transatlantischen Beziehungen deutlich. Es sollte ein Zeichen setzen, wieder mehr aufeinander zuzugehen und Brücken zu bauen – grundlegende Voraussetzungen für eine freie, demokratische Gesellschaft.

International Ibsen Award 2026

Weltgrößter Theaterpreis geht an Jaha Koo / Südkoreanischer multidisziplinärer Künstler erhält den weltweit größten Theaterpreis The International Ibsen Award

Oslo / Der Theatermacher, Komponist und Videokünstler Jaha Koo wurde mit dem International Ibsen Award 2026 ausgezeichnet.

Koo ist ein interdisziplinärer Künstler, der an der Schnittstelle von Theater, Musik, Video und Technologie arbeitet. Er wurde in Seoul und Amsterdam ausgebildet und lebt und arbeitet seit 2011 in Gent, Belgien. Seine Werke werden auf Bühnen weltweit präsentiert.

„Ich sehe diesen Preis nicht nur als Anerkennung meiner eigenen Arbeit, sondern auch der aller Künstlerinnen und Künstler, die über das hinausgehen, was traditionell als Theater gilt, und Werke für Menschen schaffen, die sich zuvor vielleicht nicht angesprochen gefühlt haben“, sagt Koo über die Auszeichnung.

Leises und zutiefst politisches Theater

Laut Begründung der Jury erhält Koo den International Ibsen Award für „sein innovatives und zutiefst menschliches Theater“.

„Das Theater, das er schafft, ist leise und zugleich zutiefst politisch. Es durchdringt das ideologische Rauschen und spricht direkt zu unserer gemeinsamen menschlichen Erfahrung“, sagt Ingrid Lorentzen, Vorsitzende der Jury des International Ibsen Awards und künstlerische Leiterin des Norwegischen Nationalballetts.

Die Jury schreibt weiter, dass „Koo durch Humor, Poesie und technologische Erfindungsgabe Reflexionen über Identität, Zugehörigkeit und die Nachwirkungen kolonialer Geschichte eröffnet.“

Koo, geboren 1984, ist der jüngste Preisträger des International Ibsen Award und der erste mit asiatischem Hintergrund.

Am 26. September findet die Preisverleihung im Nationaltheater in Oslo statt. Am 27. September kann das Publikum dort auf der Hauptbühne seine Durchbruchs-inszenierung Cuckoo erleben. Die Aufführung nimmt das Publikum mit auf eine Reise durch die vergangenen zwanzig Jahre koreanischer Geschichte – erzählt von einer Gruppe gesprächiger, gehackter Reiskocher.

Der weltweit größte Theaterpreis

Der International Ibsen Award ist der weltweit größte Theaterpreis und wird oft als „Nobelpreis des Theaters“ bezeichnet. Er wurde 2007 vom norwegischen Staat ins Leben gerufen und wird alle zwei Jahre ohne Einschränkungen vergeben. Ausgezeichnet werden Einzelpersonen, Institutionen und Organisationen, die dem Theater eine neue künstlerische Dimension verliehen haben.

Der Preisträger erhält 2,5 Millionen norwegische Kronen und wird von einem internationalen Komitee ausgewählt, das vom Ministerium für Kultur und Gleichstellung ernannt wird. Das Nationaltheater fungiert als Sekretariat des Preises. Der Gewinner wird am Geburtstag von Henrik Ibsen, dem 20. März, bekannt gegeben.

Die künstlerischen Kriterien

„In einer Welt, die allzu oft in ein ‚Für‘ und ‚Gegen‘ unterteilt wird, zeichnet der International Ibsen Award 2026 die Vorstellung von Theater als Raum dazwischen aus – als Ort des Zusammenkommens, als Raum, in dem wir uns vorstellen und inspirieren lassen können, was wir noch nicht kennen. Die Praxis eines Theaters, das aus Mitgefühl und Freundlichkeit entsteht – etwas, das in unserer Zeit dringend gebraucht wird. Die Erfahrung von Kunst als Erinnerung an die menschliche Fähigkeit, Schönheit, Hoffnung und Freude zu nähren und zu teilen – als neue Arten des Seins und Sehens. Theater schafft Zeit und Raum für die Reflexion jener stillen Prozesse, die gelebte Demokratie darstellen.“

Frühere Preisträger

Zu den bisherigen Preisträgern des International Ibsen Award zählen renommierte Künstlerinnen und Künstler wie Lola Arias, Back to Back Theatre, Taylor Mac, Christoph Marthaler, Forced Entertainment, Peter Handke, Peter Brook, Ariane Mnouchkine, Heiner Goebbels und Jon Fosse.

Weitere Informationen:
https://internationalibsenaward.com
https://gujaha.com